Input April bis Juni

"ALLES LEBEN STRÖMT AUS DIR" -  „Vom Himmel auf die Erde“ ist ein ewig gültiges Grundgesetz des Lebens!

An ihrer Landsgemeinde besingen die Appenzeller sozusagen die Grundlage unserer Gemeindevision (Text unten). Wenn wir verinnerlicht haben, dass ja der Himmel vor der Erde war und „alles, was gut und vollkommen ist“ gemäss Jakobus 1 aus dem Himmel zu uns kommt, dann haben wir den ewigen Fluss des Lebens verstanden. König David hat das in Psalm 36.10 bereits als absolut grundlegend mit drei Kernaussagen formuliert:

„ (1)Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, (2) in deinem Licht (3) schauen wir das Licht.“ Mit dem zweiten Teil des Satzes setzt David gleich den Massstab, worum es wirklich geht, nämlich dass wir „in sein Licht schauen“. Mit Hilfe der Offenbarungen in der Bibel studieren wir die Kultur des Himmels, seine Werte und Reichtümer, dass wir nachher besser verstehen, was „aus der Fülle seiner Gnade“ zu uns strömt.

Die dritte Aussage zeigt uns, was dann mit uns passiert. Man könnte es so formulieren: „Wir sehen plötzlich Licht“ oder „es Liecht gaht mer uf“. Könnte es auch deshalb sein, dass Paulus in Kolosser 3.1-2 lehrt: „Ihr seid mit Christus auferweckt. Darum strebt nach dem, was im Himmel ist. Und richtet euren Sinn auf das Himmlische.“ Frage dich doch, ob meine Schlussfolgerung tatsächlich zutrifft: „Je mehr ich lerne vom Himmel auf die Erde zu denken, desto mehr lebe ich aus dem Reichtum und aus dem Sieg des Himmels heraus. Und zwar unabhängig von mehr oder weniger wohlwollenden Umständen oder mich umgebenden Personen.“

Das Appenzeller Landsgemeindelied (J.H. Tobler um 1800)

„Alles Leben strömt aus dir, und durchwallt in tausend Bächen, alle Welten, alle sprechen deiner Hände Werk sind wir. Dass ich fühle, dass ich bin, dass ich dich, du Grosser kenne, dass ich froh dich Vater nenne, o ich sinke vor dir hin!

Welch ein Trost und unbegrenzt, und unnennbar ist die Wonne, dass gleich deiner milden Sonne mich dein Vateraug‘ umglänzt. Deiner Gegenwart Gefühl, sei mein Engel, der mich leite, dass mein schwacher Fuss nicht gleite, nicht sich irre vor dem Ziel.“

Andi Kleeli